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LASIK oder Femto-LASIK – was ist der Unterschied?

Kurze Antwort: Wer sich mit dem Thema Augenlasern in Hamburg beschäftigt, stößt unweigerlich auf zwei Verfahren: LASIK und Femto-LASIK. Beide korrigieren Fehlsichtigkeiten durch eine gezielte Umformung der Hornhaut – der einzige Unterschied liegt in der Erstellung des Hornhautflaps: Bei der klassischen LASIK geschieht dies mechanisch mit einer Klinge, bei der Femto-LASIK vollständig per Laser – präziser, klingenfrei und mit individuell planbarer Geometrie. 

Die Femto-LASIK gilt heute als die modernere und sicherere Weiterentwicklung und ist der Standard im AugenCentrum am Rothenbaum – Ihrem Augenlaserzentrum in Hamburg. Priv.-Doz. Dr. med. Tim Schultz klärt in diesem Beitrag die Unterschiede der beiden Augenlaser-Verfahren.

Dos and donts Augenlasern

Was ist die LASIK?

Definition: Die LASIK (Laser-in-situ-Keratomileusis) ist ein etabliertes Verfahren der refraktiven Chirurgie zur dauerhaften Sehkorrektur. Durch eine gezielte Umformung des Hornhautgewebes mit einem Excimer-Laser wird die Brechkraft der Hornhaut so angepasst, dass Lichtstrahlen wieder exakt auf der Netzhaut gebündelt werden – das Ergebnis ist eine deutlich verbesserte Sehschärfe ohne Sehhilfe.

Die LASIK-Methode wurde erstmals in den 1990er Jahren eingeführt und gilt als das am besten klinisch dokumentierte Verfahren der Augenchirurgie. Sie ist bei folgenden Fehlsichtigkeiten indiziert:

  • Kurzsichtigkeit (Myopie) bis –10 Dioptrien
  • Weitsichtigkeit (Hyperopie) bis +4 Dioptrien
  • Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) bis –6 Dioptrien

Die LASIK-Operation erfolgt ambulant, unter lokaler Betäubung mit Augentropfen und dauert pro Auge nur wenige Minuten. Bereits in den ersten Tagen nach dem Eingriff berichten die meisten Patienten von einer spürbaren Verbesserung ihrer Sehkraft.

Was ist die Femto-LASIK?

Definition: Die Femto-LASIK ist eine Weiterentwicklung des klassischen LASIK-Verfahrens, bei der der mechanische Schnitt zur Flap-Erstellung vollständig durch einen Femtosekundenlaser ersetzt wird. Es handelt sich damit um eine reine Augenlaserbehandlung – klingenfrei, berührungslos und mit präzise steuerbarer Tiefe.Der Ablauf der LASIK-Behandlung ist bei beiden Methoden nahezu identisch:

  1. Ein hauchdünner Deckel aus der Hornhautschicht – der sogenannte Flap – wird präpariert und zurückgeklappt
  2. Der Excimer-Laser formt die darunterliegende Schicht der Hornhaut (Hornhautstroma)
  3. Der Flap wird repositioniert – ohne Nähte, er haftet von selbst

Der Unterschied liegt in Schritt 1: Beim klassischen LASIK-Verfahren übernimmt ein mechanisches Mikrokeratom (Klinge) die Präparation der Hornhautoberfläche. Beim Femto-LASIK-Verfahren erzeugt der Femtosekundenlaser ultrakurze Lichtimpulse (10⁻¹⁵ Sekunden), die präzise Mikroblasen im Hornhautgewebe bilden – reproduzierbar, ohne mechanische Variabilität und mit individuell einstellbarer Hornhautdicke des Flaps.

LASIK vs. Femto-LASIK: Was ist der Unterschied?

Die Tabelle zeigt die wesentlichen Unterschiede zwischen der klassischen LASIK-Behandlung und der Femto-LASIK-Behandlung auf einen Blick.

KriteriumKlassische LASIKFemto-LASIK
Flap-ErstellungMechanisch (Mikrokeratom/Klinge)Femtosekundenlaser (klingenfrei)
PräzisionHochSehr hoch
Flap-GeometrieBegrenzt anpassbarIndividuell einstellbar
KomplikationsrisikoGeringWeiter minimiert
Eignung bei dünner HornhautEingeschränktHäufig besser geeignet
InfektionsrisikoGeringWeiter reduziert
HeilungsprozessSchnellSchnell
Fremdkörpergefühl nach der OPMöglichMöglich
LichtempfindlichkeitVorübergehendVorübergehend

Ist die Femto-LASIK sicherer als die klassische LASIK?

Ja – innerhalb der Augenlaser-Methoden weist die Femto-LASIK gegenüber der klassischen LASIK ein weiter reduziertes Risikoprofil auf. Durch den vollständigen Verzicht auf das Mikrokeratom entfällt die biologische Variabilität des mechanischen Schnitts. Die Flap-Parameter sind präzise planbar, was das Risiko unregelmäßiger Schnittverläufe und flap-assoziierter Komplikationen minimiert.

Ein international anerkannter Beleg für die Sicherheit dieses Augenlaserverfahrens: Seit 2007 erlaubt die NASA ihren Astronauten ausdrücklich die Behandlung mit dem Femtosekundenlaser vor Weltraummissionen.

Für wen ist die Femto-LASIK geeignet?

Die Augenoperation per Femto-LASIK eignet sich für Patienten, die folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Mindestalter 18 Jahre
  • Stabile Sehkraft – keine Änderung der Dioptrien in den letzten 12 Monaten
  • Ausreichende Hornhautdicke (mindestens 480 µm)
  • Keine aktiven Augenerkrankungen wie Grauer Star oder Keratokonus
  • Fehlsichtigkeit innerhalb der behandelbaren Bereiche

Patienten mit trockenen Augen sollten dies im Beratungsgespräch mit dem Augenchirurg besprechen, da dieser Befund die Methoden-wahl beeinflussen kann. Ob alle Voraussetzungen vorliegen, wird in einer umfassenden Voruntersuchung durch den Augenarzt zuverlässig festgestellt.

Was kostet eine Femto-LASIK in Hamburg?

Die Kosten für eine Augenlaser-OP beginnen im AugenCentrum am Rothenbaum bei ca. 1.900 Euro pro Auge (nach GOÄ). Die genaue Höhe richtet sich nach den individuellen Befunden der Voruntersuchung und wird im persönlichen Beratungsgespräch festgelegt.

Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten einer Laserbehandlung zur Sehkorrektur in der Regel nicht. Private Krankenversicherungen erstatten häufig einen Anteil – eine Anfrage vor der LASIK-OP ist empfehlenswert.

Welche Alternativen zur Femto-LASIK gibt es?

Die Augenheilkunde bietet heute mehrere etablierte Augenlaser-Methoden und Behandlungsmethoden an. Ist die Femto-LASIK anatomisch nicht geeignet, stehen folgende Alternativen zur Verfügung:

SMILE® pro: Minimalinvasives Verfahren ohne Flap. Der Femtosekundenlaser schneidet ein kleines Gewebevolumen – den Lentikel – direkt im Inneren der Hornhaut heraus, durch eine kleine Öffnung im Epithel. Geeignet bei Kurzsichtigkeit bis –10 Dioptrien und bestimmten Formen der Hornhautverkrümmung.

No-Touch-Trans-PRK / Trans-PRK Berührungslose Augenlaserbehandlung an der Hornhautoberfläche ohne Flap. Der Excimer-Laser trägt Epithel und darunterliegendes Gewebe direkt ab. Besonders geeignet bei dünner Hornhaut oder aktiven Kontaktlinsen-Trägern mit empfindlicher Hornhautoberfläche.

PRK (Photorefraktive Keratektomie) / LASEK Die PRK – auch Photorefraktive Keratektomie genannt – ist das älteste Augenlaserverfahren und Vorläufer der LASIK. Das Epithel wird manuell entfernt, der Excimer-Laser bearbeitet direkt die Hornhautoberfläche. Die LASEK ist eine Variante, bei der das Epithel als dünne Schicht erhalten und zurückgeklappt wird. Beide Methoden haben einen etwas längeren Heilungsprozess als die Femto-LASIK.

ICL (Implantierbare Kontaktlinse) Kein Augenlaserverfahren im eigentlichen Sinne: Eine dünne Kunstlinse (ICL) wird hinter der Iris implantiert und korrigiert den Sehfehler ohne Abtrag von Hornhautgewebe. Ideal bei zu dünner Hornhaut, hoher Fehlsichtigkeit oder wenn Kontaktlinsen nicht vertragen werden.

Welche Augenlaser-Methode die optimale Wahl ist, wird nach Eignungstest und Voruntersuchung durch den Augenchirurg individuell bestimmt.

Häufige Fragen (FAQ)

Der eigentliche Lasereingriff dauert pro Auge nur wenige Minuten. Der gesamte Aufenthalt im Augenlaserzentrum beträgt inklusive Vorbereitung ca. 20 Minuten.

Nein. Die LASIK-Operation wird unter lokaler Betäubung mit Augentropfen durchgeführt und ist nahezu schmerzfrei. In den Stunden danach können leichtes Fremdkörpergefühl oder Lichtempfindlichkeit auftreten – dies ist normal und klingt rasch ab.

Die meisten Patienten bemerken bereits am ersten Tag nach der LASIK-OP eine deutliche Verbesserung ihrer Sehschärfe. Die volle Sehkraft stabilisiert sich üblicherweise innerhalb weniger Tage.

Bei stabilen Ausgangswerten ist das Ergebnis der Lasik-Behandlung dauerhaft. Voraussetzung ist, dass sich die Dioptrien vor dem Eingriff mindestens 12 Monate nicht verändert haben.

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