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Wie sicher ist Augenlasern? Risiken, Nebenwirkungen und realistische Erwartungen

Die kurze Antwort: Augenlaserbehandlungen gehören weltweit zu den am häufigsten durchgeführten und sichersten Eingriffen der modernen Medizin. Fehlsichtigkeiten wie Kurz- oder Weitsichtigkeit sowie Hornhautverkrümmung lassen sich damit dauerhaft korrigieren. Das Risiko für schwere Komplikationen oder einen dauerhaften Sehverlust tendiert gegen Null.

Dennoch gilt: Jedes Auge ist einzigartig. Ob eine Behandlung für Sie infrage kommt, welche Nebenwirkungen auftreten können und welches Verfahren die höchste Sicherheit bietet, klären Priv.-Doz. Dr. med. Johannes Gonnermann und Priv.-Doz. Dr. med. Tim Schultz mit ihrem Team im AugenCentrum am Rothenbaum in Hamburg immer auf Basis einer umfassenden Voruntersuchung.

Nahaufnahme einer Hand, die eine Brille hält, im Hintergrund eine unscharfe Person.

Was gilt als gutes Ergebnis beim Augenlasern?

Ein gelungenes Ergebnis misst sich keineswegs nur an der 100-Prozent-Linie auf der Sehtafel. Mindestens genauso wichtig ist Ihr alltäglicher Sehkomfort – etwa beim Autofahren in der Dämmerung, beim Arbeiten am Bildschirm oder beim Sport.

Ziel der Behandlung ist es, Ihnen eine weitgehende Unabhängigkeit von Brille oder Kontaktlinsen zu ermöglichen. Wichtig für Ihre Erwartungshaltung ist jedoch die Berücksichtigung natürlicher Alterungsprozesse:

Erhalt der Sehschärfe: Viele Patientinnen und Patienten benötigen nach dem Eingriff im Alltag keine Sehhilfe mehr.

Die natürliche Alterssichtigkeit (Presbyopie): Ab dem etwa 45. Lebensjahr verliert die Augenlinse an Elastizität. Das Augenlasern verändert die Form der Hornhaut, verhindert jedoch nicht diesen natürlichen Prozess. Wenn Sie im Alter eine Lesebrille benötigen, ist das kein Fehlschlag des Lasereingriffs, sondern eine normale biologische Veränderung.

Welche Nebenwirkungen und Komplikationen können auftreten?

Vorübergehende Begleiterscheinungen in den ersten Tagen und Wochen gehören zum normalen Heilungsprozess. Da der Laser feine Nervenfasern in der Hornhaut trennt, wird der Tränenfilm vorübergehend weniger angeregt. Trockene Augen sind daher eine häufige Folge, die sich durch das regelmäßige Tropfen von befeuchtenden Präparaten gut überbrücken lässt. 

Ebenso können in der ersten Zeit eine schwankende Sehschärfe sowie eine erhöhte Lichtempfindlichkeit auftreten, die sich besonders durch feine Lichthöfe um Scheinwerfer oder Lampen bei Nacht bemerkbar macht. Diese Symptome klingen mit fortschreitender Geweberegeneration in der Regel spurlos ab.

Davon zu unterscheiden sind echte medizinische Komplikationen, die dank modernster Lasertechnologie und strenger Hygiene- und Qualitätsstandards in unserer Praxis am Rothenbaum sehr selten sind. Infektionen oder Narbenbildungen an der Hornhaut lassen sich bei frühzeitiger Erkennung gezielt medikamentös behandeln. 

Die Verfahren im Vergleich: Femto-LASIK, SMILE® pro und PRK

Jede Laser-Methode besitzt eigene Charakteristika, weshalb es nicht das eine pauschal beste Verfahren gibt, sondern nur die Lösung, die exakt zu Ihrer Anatomie passt. Welches Verfahren die höchste Stabilität für Ihre Augen bietet, zeigt erst Ihre individuelle Hornhauttomographie im Rahmen der Voruntersuchung:

  • Femto-LASIK: Bei diesem Verfahren präpariert der Laser eine hauchdünne Hornhautlamelle, den sogenannten Flap. Darunter korrigiert ein zweiter Laser die Fehlsichtigkeit. Der große Vorteil liegt in einer sehr schnellen Erholung der Sehschärfe. Allerdings muss der heilende Flap in den ersten Tagen strikt vor Reiben, Druck und Stößen geschützt werden.
  • SMILE® pro: Dieses Verfahren arbeitet flapplos und besonders gewebeschonend. Hierbei wird ein kleines Gewebestück (Lentikel) im Inneren der Hornhaut präpariert und durch einen minimalen seitlichen Zugang entnommen. Die Hornhautoberfläche bleibt dadurch weitgehend intakt, was das Risiko für trockene Augen in den ersten Wochen oft verringert. Dass bei SMILE® pro kein Flap entsteht, macht die Methode jedoch nicht automatisch für jede Hornhaut zur sichersten Option.
  • PRK & Trans-PRK: Bei den Oberflächenbehandlungen wird die oberste Deckschicht der Hornhaut (das Epithel) abgetragen und regeneriert sich unter einer Schutzkontaktlinse von selbst neu. Da hierbei kein Schnitt in der Tiefe erfolgt, eignet sich diese Methode oft besonders für dünne oder spezifisch geformte Hornhäute, verlangt aber eine spürbar längere Heilungsphase und etwas mehr Geduld in den ersten Tagen.
Vor und Nachteile einer Augenlaser Behandlung, Augentropfen werden Mann verabreicht

Wie Voruntersuchung und Nachsorge Ihre Sicherheit garantieren

Die gründliche Voruntersuchung im AugenCentrum am Rothenbaum ist das Fundament für ein sicheres Ergebnis. Wir prüfen mit präziser Diagnostik, ob Ihre Brillenwerte seit mindestens einem Jahr stabil sind, wie dick und ebenmäßig Ihre Hornhaut strukturiert ist und ob Ihr Tränenfilm eine gute Basis bietet. 

Sollte die Untersuchung ergeben, dass ein Lasereingriff bei Ihnen mit erhöhten Risiken verbunden wäre, raten wir Ihnen konsequent davon ab und besprechen alternative Möglichkeiten wie beispielsweise das Einsetzen einer phaken Linse.

Eine erfolgreiche Behandlung setzt sich in der anschließenden Nachsorge fort. Indem Sie Ihren verordneten Tropfenplan exakt einhalten, jegliches Reiben der Augen vermeiden und alle Kontrolltermine wahrnehmen, unterstützen Sie den Heilungsverlauf maßgeblich. Leichtes Brennen oder ein Fremdkörpergefühl sind anfangs unbedenklich. 

Sollten Sie jedoch starke Schmerzen verspüren, sich Ihre Sicht plötzlich verschlechtern oder Rötungen und Lichtblitze auftreten, sollten Sie uns umgehend kontaktieren.

Augenlasern in Hamburg – Im AugenCentrum am Rothenbaum

Mit einer individuellen Beratung im Augenlaserzentrum am Rothenbaum in Hamburg unterstützen wir Sie dabei, fundierte Entscheidungen auf dem Weg zu besserer Sehkraft zu treffen.

Unsere Spezialisten in der Augenheilkunde und in der refraktiven Chirurgie, Priv.-Doz. Dr. med. Tim Schultz und Priv.-Doz. Dr. med. Johannes Gonnermann, begleiten Sie von der ersten Voruntersuchung bis zur Nachsorge und stehen Ihnen jederzeit für Fragen zur Verfügung, damit Sie die Vorteile des Augenlaserns voll ausschöpfen können.

Häufige Fragen (FAQ) zur Sicherheit beim Augenlasern

In den ersten Tagen und Wochen gehören trockene Augen, eine schwankende Sehschärfe und eine erhöhte Lichtempfindlichkeit – etwa feine Lichthöfe um Scheinwerfer oder Lampen bei Nacht – zum normalen Heilungsprozess. Trockene Augen lassen sich durch regelmäßiges Tropfen von befeuchtenden Präparaten gut überbrücken. Diese Symptome klingen mit fortschreitender Geweberegeneration in der Regel ab.

Ergibt die Voruntersuchung, dass ein Lasereingriff bei Ihnen mit erhöhten Risiken verbunden wäre, raten wir Ihnen davon ab und besprechen alternative Möglichkeiten, beispielsweise das Einsetzen einer phaken Linse (implantierbare Kontaktlinse).

Die Grundvoraussetzung für das Augenlasern ist ein Mindestalter von 18 Jahren sowie eine stabile Sehstärke über mindestens 12 Monate. Das ideale Fenster für ein klassisches Augenlasern liegt meist zwischen dem 18. und etwa 45. Lebensjahr. Ab Mitte 40 setzt die natürliche Alterssichtigkeit ein – hier prüfen wir individuell, ob ein Lasereingriff (z. B. Presbyond) oder ein Linsenaustausch die bessere Lösung ist.

Das Augenlasern ist ein ästhetisch-refraktiver Eingriff, weshalb in der Regel keine gesetzliche Krankschreibung (AU) ausgestellt werden kann. Sie sollten sich je nach Verfahren 1 bis 3 Tage Urlaub nehmen. Bei Femto-LASIK und SMILE® pro sind viele Patienten bereits am Folgetag wieder arbeitsfähig. Bei Oberflächenbehandlungen wie der Trans-PRK empfiehlt sich aufgrund der Heilungsphase eine Pause von etwa einer Woche.

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine refraktive Laserbehandlung in der Regel nicht, da es sich um eine individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) handelt. Private Krankenversicherungen oder Zusatzversicherungen übernehmen die Kosten je nach Tarif und Befund manchmal ganz oder teilweise. Gerne erstellen wir Ihnen im Rahmen der Voruntersuchung einen Kostenvoranschlag zur Prüfung.

Weiterführende Informationen

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