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Multifokallinse: Der Erfahrungsbericht von Jochen Bendel

Jochen Bendel, bekannt als TV- und Radiomoderator unter anderem durch die „Promi Big Brother – Late Night Show“ sowie zahlreiche weitere Fernsehformate, hat sich im AugenCentrum am Rothenbaum in Hamburg eine Multifokallinse einsetzen lassen.

Erst fehlt die Brille auf dem Nachttisch, dann im Auto, dann wieder auf dem Küchentisch. Und beim Lesen von Speisekarte oder Handydisplay geht ohne sie gar nichts mehr. Genau diese Situation kannte auch Jochen Bendel, bevor er sich im AugenCentrum am Rothenbaum für eine Multifokallinse entschied.

In diesem Erfahrungsbericht schildert er, was ihn zu dem Schritt bewogen hat, wie er die Behandlung erlebt hat und was sich in seinem Alltag verändert hat. Ergänzend erklären wir, Priv.-Doz. Dr. med. Johannes Gonnermann und Priv.-Doz. Dr. med. Tim Schultz, für wen sich Multifokallinsen eignen und was Sie vor einem Linsenaustausch wissen sollten.

Die Entscheidung für eine Multifokallinse

Buch ohne leserliche Buchstaben, Mann der es hält

Jochen Bendel bemerkte über einen längeren Zeitraum, dass sein Sehvermögen nachließ. Was zunächst wie eine Kleinigkeit wirkte, wurde zu einer spürbaren Einschränkung im Alltag: Immer wieder verlor oder suchte er seine Brille und ohne sie war Lesen für ihn praktisch unmöglich.

Das ist bei Alterssichtigkeit (Presbyopie) typisch: Die natürliche Linse verliert mit den Jahren an Elastizität und kann sich nicht mehr flexibel auf verschiedene Entfernungen einstellen. Auch eine beginnende Linsentrübung (Grauer Star) kann das Sehen schleichend verschlechtern.

Als die Brille zunehmend zur Belastung wurde, suchte Jochen Bendel nach einer dauerhaften Lösung. Er ließ sich im AugenCentrum am Rothenbaum beraten und entschied sich für eine Multifokallinse.

Die Behandlung im AugenCentrum am Rothenbaum

Am Anfang jeder Linsenbehandlung steht eine ausführliche Voruntersuchung. Dabei werden Hornhaut, Netzhaut und Sehschärfe geprüft und die individuellen Sehwünsche besprochen. Erst danach fällt die Entscheidung, welcher Linsentyp zu den Augen und zum Alltag passt.

Der Eingriff selbst erfolgt in der Regel ambulant unter lokaler Betäubung mit Augentropfen. Die körpereigene, getrübte Linse wird entfernt und durch die Multifokallinse ersetzt. Anschließend folgen regelmäßige Nachkontrollen. Den Ablauf erklären wir ausführlich unter Künstliche Linsen.

Bei Jochen Bendel fand die Behandlung im AugenCentrum am Rothenbaum bei den Hamburger Experten für Augenlasern, Dr. med. Johannes Gonnermann und Dr. med. Tim Schultz, statt. Beratung und Behandlung übernahm dabei konkret Priv.-Doz. Dr. med. Tim Schultz, FEBO.

Jochen Bendels Erfahrungen nach der Linsenimplantation

Bei Jochen Bendel wurde die körpereigene, getrübte Linse durch eine Multifokallinse ersetzt. Der Eingriff selbst verlief unkompliziert: Nach weniger als einer Stunde war die Behandlung bereits abgeschlossen. Am nächsten Morgen stand die erste Nachkontrolle an, bei der der Heilungsverlauf überprüft wurde.

In den folgenden Tagen verbesserte sich sein Sehen zunehmend: Von Tag zu Tag nahm die Sehschärfe weiter zu, bis sich das volle Ergebnis der neuen Multifokallinse einstellte.

Wichtig zu wissen: Jeder Fall ist individuell. Das Gehirn braucht nach der Implantation oft einige Wochen, um sich an die neuen Brennpunkte zu gewöhnen (Neuroadaptation). Das Ergebnis lässt sich nicht auf jede Patientin und jeden Patienten übertragen.

„Das ist echt erstaunlich. Mir kannst du eine Briefmarke hinlegen und ich kann das Kleingedruckte darauf lesen.“

– Jochen Bendel

Für wen sind Multifokallinsen geeignet?

Multifokallinsen kommen vor allem für Menschen infrage, die

  • unter Alterssichtigkeit oder Grauem Star leiden,
  • sich Brillenfreiheit im Alltag wünschen,
  • eine gesunde Netzhaut haben und bei denen keine schwerwiegenden anderen Augenerkrankungen vorliegen.

Bei zusätzlicher Hornhautverkrümmung kommen torische Multifokallinsen infrage, bei hohen Ansprüchen an das Nachtsehen ggf. EDOF-Linsen. Welche Linse zu Ihnen passt, klärt eine individuelle Beratung. Einen Überblick bietet auch unser Beitrag Premiumlinsen oder Standardlinsen?

Mögliche Nachteile und Risiken

Nahaufnahme einer Implantierbaren Kontaktlinse auf einem blauen behandschuhten Finger, unscharfer Sehtest im Hintergrund.

Wie jeder operative Eingriff ist auch der Linsenaustausch mit Risiken verbunden. Nach einer Multifokallinse berichten manche Patienten in den ersten Wochen über Halos, Blendungen oder einen leichten Kontrastverlust, vor allem bei Dunkelheit. Diese Effekte lassen meist nach, wenn sich das Gehirn eingewöhnt hat.

Für sehr kleine Schrift kann bei manchen Linsentypen weiterhin eine schwache Lesebrille hilfreich sein. Ob Multifokallinsen für Sie geeignet sind, entscheidet der Arzt nach der Voruntersuchung.

Kosten der Multifokallinsen-Behandlung

Bei einem Grauen Star übernimmt die gesetzliche Krankenkasse in der Regel die Kosten für die Operation mit einer Standardlinse. Multifokallinsen gelten als Premiumlinsen und werden meist nicht erstattet, sondern sind eine Selbstzahlerleistung.

Die Kosten hängen vom Linsentyp und Aufwand ab. Eine Übersicht finden Sie unter Kosten und im Beitrag Kosten einer Linsenimplantation.

Fazit: Sehen ohne ständiges Brillensuchen

Die Geschichte von Jochen Bendel zeigt, wie sehr eine nachlassende Sehkraft den Alltag prägen kann und welche Möglichkeiten die moderne Linsenchirurgie bietet. Ab dem 5. Oktober kann Jochen Bendel wieder problemlos seiner Arbeit vor der Kamera nachgehen, unter anderem in der „Promi Big Brother Late Night Show“.

Ob eine Multifokallinse auch für Sie die richtige Lösung ist, klären die Augenärzte im AugenCentrum am Rothenbaum in einem persönlichen Beratungsgespräch.

FAQ zu Multifokallinsen-Erfahrungen

Das Gehirn braucht meist einige Wochen, um sich an die neuen Brennpunkte zu gewöhnen (Neuroadaptation).

Ziel ist Brillenfreiheit in allen Entfernungen. Je nach Linsentyp kann für sehr kleine Schrift eine schwache Lesebrille weiterhin sinnvoll sein.

In der Regel nur die Kosten einer Standardlinse bei Grauem Star. Multifokallinsen sind meist Selbstzahlerleistung.

Kunstlinsen bestehen aus bioverträglichen Materialien und müssen in der Regel nicht ausgetauscht werden. Mehr dazu unter Wie lange halten künstliche Linsen im Auge?

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