Voraussetzungen Augenlasern, Sehtest Frau

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Welche Voraussetzungen müssen für das Augenlasern erfüllt sein?

Mindestalter, stabile Sehschärfe, ausreichende Hornhautdicke — für eine Augenlaserbehandlung müssen mehrere medizinische Kriterien erfüllt sein. Priv.-Doz. Dr. med. Johannes Gonnermann erklärt in diesem Beitrag, welche Voraussetzungen gelten und was Sie vor einer Augenlaser-OP wissen müssen.

Die Dioptrienwerte müssen innerhalb der Grenzwerte liegen

Eine Augenlaser-OP eignet sich zur Korrektur von Fehlsichtigkeit wie Kurzsichtigkeit (Myopie), Weitsichtigkeit (Hyperopie) und Hornhautverkrümmung (Astigmatismus). Für ein optimales Sehvermögen gibt es jedoch spezifische Grenzwerte der Dioptrien:

  • SMILE® pro / LaLEX: Bis -10 Dioptrien bei Kurzsichtigkeit und 6 dpt Hornhautverkrümmung. Dieses minimal-invasive Laserverfahren schont das Hornhautgewebe besonders.
  • Femto-LASIK: Bis -10 dpt Kurzsichtigkeit und +4 dpt Weitsichtigkeit. Hierbei präpariert ein Femtosekundenlaser einen dünnen Hornhautdeckel (Flap).
  • PRK / Trans-PRK: Ideal bei dünner Hornhaut. Korrektur bis -8 dpt Kurzsichtigkeit und +3 dpt Weitsichtigkeit.
  • ICL: Die implantierbare Kontaktlinse ist die perfekte Alternative bei starker Fehlsichtigkeit oder wenn die Hornhautdicke nicht ausreicht.

Stabile Sehschärfe ist eine Grundvoraussetzung

Vor einer Augenlaser-Operation sollte Ihre Sehstärke mindestens ein Jahr lang stabil sein. Schwankungen der Dioptrienwerte deuten darauf hin, dass sich das Auge und damit auch der Sehfehler noch verändern.

Wenn der Eingriff zu früh und ohne stabile Sehstärke erfolgt, kann es passieren, dass nach der Behandlung erneut eine Sehhilfe benötigt wird.

Mindestalter für das Augenlasern (in Deutschland)

Frau mit grünen Augen - ab welchem Alter Augenlasern

Grundsätzlich ist eine Augenlaserkorrektur erst möglich, wenn der Patient mindestens 18 Jahre alt ist. Viele Augenärzte empfehlen jedoch, bis zum 21. Lebensjahr zu warten, da sich das Auge bis dahin noch im Wachstum befindet, was auch stärkere Veränderungen der Sehschwäche bzw. Fehlsichtigkeit mit sich bringen kann.

Ab welchem Alter eine Augenlaser OP sinnvoll ist, lesen Sie ausführlich in unserem Beitrag.

Die Hornhautdicke muss ausreichen

Die Hornhautoberfläche und die verfügbare Hornhautdicke entscheiden über die Augenlaser-Methode. Ein Excimer-Laser trägt Gewebe ab, um die Brechkraft zu korrigieren. Laut den KRC-Empfehlungen von BVA und DOG (Stand Mai 2024) gilt als Kontraindikation eine präoperative Hornhautdicke unter 480 µm sowie eine verbleibende Stromdicke nach dem Eingriff von unter 250 µm — diese Grenzwerte dienen dem Schutz der Hornhautstabilität.

Besonders wichtig ist eine ausreichende Hornhautdicke etwa bei einer SMILE® pro oder Femto-LASIK-Behandlung; eine PRK oder Trans-PRK hingegen lässt sich auch bei dünnerer Hornhaut in vielen Fällen durchführen.

Außerdem kann anstelle eines Augenlaser-Verfahrens eine ICL-Implantation erwogen werden, also der Einsatz einer künstlichen Augenlinse.

Keine schwerwiegenden Augenerkrankungen

Für scharfes Sehen muss das Auge gesund sein. Bestimmte Diagnosen der Augenheilkunde können gegen ein Laserverfahren der refraktiven Chirurgie sprechen:

  • Grauer Star (Katarakt) – eine Trübung der Linse, her ist ein Linsenaustausch (z.B. Multifokallinsen) die richtige Wahl
  • Alterssichtigkeit/Altersweitsichtigkeit (Presbyopie) – altersbedingte Schwierigkeiten beim Nahsehen, die mit einem Linsenaustausch behandelt werden können, um die Lesebrille dauerhaft zu ersetzen
  • Grüner Star (Glaukom) – eine Erkrankung, die den Sehnerv schädigt und erfordert eine spezialisierte Therapie
  • Hornhautentzündungen oder fortgeschrittene Augenerkrankungen – können einem idealen Heilungsverlauf entgegenwirken
  • Chronisch trockene Augen – können die Heilung nach der OP erschweren und müssen bei der Wahl der OP-Methode berücksichtigt werden, Oft helfen hier spezielle Augentropfen zur Vorbereitung

Eine ausführliche Voruntersuchung beim Augenarzt klärt, ob eine Augenlaser-OP anwendbar ist oder ob alternative Verfahren aus der refraktiven Chirurgie bzw. der Augenheilkunde in Betracht gezogen werden sollten. Zudem müssen im Vorfeld etwaige weitere Vorerkrankungen abgeklärt sein.

Kontaktlinsenträger müssen eine Tragepause einhalten

Frau die eine Kontaktlinse am Finger hält

Vor der Voruntersuchung und der Messung der Sehschärfe müssen Kontaktlinsenträger eine Tragepause einlegen. Kontaktlinsen verformen die Hornhaut minimal und könnten die Messergebnisse verfälschen:

  • Weiche Kontaktlinsen: mindestens eine Woche nicht tragen
  • Harte Kontaktlinsen: mindestens zwei Wochen nicht tragen

Nur so lassen sich exakte Dioptrienwerte (die Brechkraft des Auges) und eine genaue Beurteilung der Hornhautdicke durchführen.

Keine Schwangerschaft oder Stillzeit

Während der Schwangerschaft und Stillzeit kommt es durch hormonelle Veränderungen oft zu Schwankungen in der Sehstärke. Daher ist es ratsam, eine Augenoperation erst nach der Stillzeit durchzuführen, wenn sich die Sehkraft wieder stabilisiert hat.

Neben den Voraussetzungen gibt es noch eine Vielzahl an weiteren Faktoren zu bedenken, wenn Sie vor der Entscheidung stehen, sich die Augen lasern zu lassen. Wir im AugenCentrum am Rothenbaum in Hamburg informieren Sie gerne ausführlich darüber!

In 60 Sekunden zum Ergebnis: Unser Online-Eignungscheck

Sie sind sich unsicher, ob Ihre Dioptrienwerte oder Ihre Hornhautdicke für das Augenlasern ausreichen? Nutzen Sie unseren kostenlosen Online-Eignungscheck. Speziell für Patienten mit Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder Astigmatismus entwickelt, liefert er Ihnen eine erste Einschätzung, welche Behandlungsmethoden der refraktiven Chirurgie für Sie infrage kommen.

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Dr. Johannes Gonnermann
Priv.-Doz.-Dr.-med.-Tim-Schultz
Welche Sehhilfe tragen Sie?

Wie viel Dioptrien haben Sie?

Individuelle Voraussetzungen klären – beim Beratungsgespräch im AugenCentrum Am Rothenbaum

Jeder Patient kommt mit individuellen Voraussetzungen zu uns, die in einem persönlichen Beratungsgespräch geklärt werden. Unsere Spezialisten im AugenCentrum am Rothenbaum in Hamburg analysieren Ihre Augengesundheit, prüfen die besten Augenlaserverfahren und klären Sie über mögliche Behandlungsmethoden auf.

Augencentrum Schulz und Gonnermann

In einer umfassenden Voruntersuchung wird entschieden, ob die Sehschwäche durch eine Femto-LASIK, PRK, Trans-PRK oder eine Linsenimplantation behandelbar ist.

Nach der Augenlaser-OP sind wir in regelmäßigen Nachuntersuchungen weiter, für Sie da, um den Heilungsverlauf zu kontrollieren und so für bestmögliches Sehvermögen zu sorgen. Wir beraten Sie gerne in unserem Augenlaserzentrum in Hamburg.

Häufige Fragen (FAQ)

Ob Sie Ihre Fehlsichtigkeit mittels Augenlasern korrigieren können, hängt von individuellen Faktoren ab. Wichtig sind stabile Dioptrienwerte (seit mind. 1 Jahr), ein gesundes Auge und eine ausreichende Hornhautdicke. In einer umfassenden Voruntersuchung im AugenCentrum am Rothenbaum prüfen unsere Augenärzte Ihre Eignung sowie den Zustand Ihrer Netzhaut und der Hornhautoberfläche.

Das Mindestalter in Deutschland liegt bei 18 Jahren. Da sich die Sehkraft in jungen Jahren noch verändern kann, empfehlen wir oft eine Behandlung ab 21 Jahren. Für Patienten, die unter Altersweitsichtigkeit (Presbyopie) leiden, bieten wir zudem spezialisierte Behandlungsmethoden der refraktiven Chirurgie wie den Linsenaustausch mit Multifokallinsen an.

Ja, moderne Lasertechnologie kann eine Hornhautverkrümmung meist problemlos korrigieren. Bis zu 6 Dioptrien sind mit Verfahren wie der Femto-LASIK oder SMILE pro behandelbar, um wieder scharfes Sehen ohne Brille zu ermöglichen.

In der Regel werden die Kosten für eine Augenlaser-Operation oder eine ICL-Implantation nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Es handelt sich meist um eine Privatleistung. Private Krankenversicherungen leisten je nach Tarif oft einen Zuschuss.

Trockene Augen sind vorab genau zu untersuchen. Nach der LASIK-OP können sie vorübergehend verstärkt auftreten. Wir verordnen in der Nachsorge spezielle Augentropfen, um die Heilung zu unterstützen. In manchen Fällen ist ein oberflächenschonendes Verfahren wie LaLEX die bessere Wahl.

Die meisten Patienten bemerken bereits am Tag nach der Augenlaser-OP eine deutliche Verbesserung der Sehschärfe. Die vollständige Stabilisierung der Sehstärke kann einige Wochen dauern. Regelmäßige Nachuntersuchungen in unserem Zentrum (keine reine Augenklinik) stellen einen optimalen Heilungsverlauf sicher.

Die ICL (implantierbare Kontaktlinse) wird zusätzlich zur natürlichen Linse ins Auge gesetzt. Sie ist ideal bei starker Fehlsichtigkeit, sehr dünner Hornhaut oder wenn das Augenlasern aus anderen Gründen nicht infrage kommt. Ein großer Vorteil: Das Verfahren ist reversibel.

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