Handynutzung, frau lächelnd mit Handy

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Wann kann man nach dem Augenlasern wieder das Handy benutzen?

Nach einer Augenlaserbehandlung sollte die Handynutzung für mindestens 24–48 Stunden auf ein Minimum reduziert werden — bei manchen Verfahren sogar länger.

Priv.-Doz. Dr. med. Johannes Gonnermann erklärt, warum Bildschirme die Heilung belasten können und ab wann die Nutzung wieder problemlos möglich ist.

Wann ist der Griff zum Handy nach der Augenlaser-OP wieder erlaubt?

Je nachdem, mit welchem Verfahren wir einen Patienten behandeln, empfehlen wir eine entsprechende Wartezeit im Anschluss, bevor er wieder Bildschirmgeräte nutzen kann. Nach einer Femto-LASIK oder LASIK-Operation ist eine moderate Handy-Nutzung in der Regel nach 24 bis 48 Stunden möglich.

Bei PRK, LASEK und Trans-PRK dauert der Heilungsprozess länger, sodass es empfehlenswert ist, mindestens eine Woche auf lange Bildschirmzeiten zu verzichten.

Und nach einer Behandlung mit implantierbaren Kontaktlinsen (ICL) ist die Handynutzung meist nach wenigen Tagen wieder möglich.

Handynutzung nach Augenlaser OP

Warum man direkt nach der OP aufs Handy verzichten sollte

In den ersten Tagen nach einer Augenlaser-Operation ist die Hornhaut besonders empfindlich – hier kann die Nutzung von Bildschirmen den Heilungsverlauf negativ beeinflussen.

Längeres Fokussieren auf Bildschirme im Nahbereich ist einerseits mit Anstrengungen verbunden, was besonders nach einer Augenlaserkorrektur zu Augenermüdung führen kann. Auch ein unangenehmes Fremdkörpergefühl kann sich einstellen oder verstärken.

Vor allem aber reduzieren wir bei der Bildschirmnutzung unsere Lidschlagfrequenz, was zu trockenen Augen führt und die Entwicklung des Sehvermögens beeinflussen kann.

Laut einer Analyse der BARMER Krankenkasse1 sinkt die Lidschlagfrequenz bei intensiver Bildschirmnutzung von normalerweise etwa 20 Lidschlägen pro Minute auf nur noch 5 — die Tränenflüssigkeit verdunstet dadurch schneller, der Tränenfilm wird unregelmäßig und die Augen trocknen aus. In der empfindlichen Heilungsphase nach einer Augenlaserkorrektur verstärkt sich dieser Effekt erheblich, da die Hornhaut noch nicht vollständig regeneriert ist.

Worauf sollte nach der Augenlaser-OP sonst noch geachtet werden?

Neben dem sparsamen Gebrauch von digitalen Geräten gibt es weitere Dinge, die Sie nach Ihrer Behandlung berücksichtigen sollten. Augenreiben sollte beispielsweise vermieden werden, da dies das Infektionsrisiko erhöht und die Heilung beeinträchtigen kann.

Beachten Sie außerdem, dass Sie nach der Laserbehandlung nicht Auto fahren dürfen – kommen Sie also mit einer Begleitperson zu Ihrem Lasertermin oder nutzen Sie die öffentlichen Verkehrsmittel.

Regelmäßige Nachkontrollen und Nachuntersuchungen beim Augenarzt sind besonders wichtig und sollen unbedingt wahrgenommen werden, um den Heilungsprozess zu überwachen. Die verordneten Augentropfen sollten konsequent angewendet werden, um trockene Augen zu vermeiden.

Verzichten Sie in den ersten Tagen beim Schminken und Augen-Make-up, um Infektionen vorzubeugen. Von Sportarten mit erhöhtem Verletzungsrisiko wie Kampfsport sollten Sie zunächst ebenfalls Abstand nehmen, und auch vor Wasser gilt es die Augen – beispielsweise mit einer Schwimmbrille – zu schützen.

Je nach Umgebung ist in den ersten Wochen das Tragen einer Schutzbrille oder einer Sonnenbrille empfehlenswert, um mechanische Reize und UV-Strahlung abzuhalten.

Zudem ist es ratsam, die Bildschirmzeit nur schrittweise zu erhöhen und auf Anzeichen von Überanstrengung zu achten.

Individuelle Betreuung im AugenCentrum am Rothenbaum in Hamburg

Gonnermann und Schultz vom Augencentrum Rothenbaum
Priv.-Doz. Dr. med. Johannes Gonnermann & Priv.-Doz. Dr. med. Tim Schultz vom AugenCentrum am Rothenbaum

Die richtige Nachsorge ergibt sich schon bei einer ausführlichen Voruntersuchung, wo die ideale Augenlaser-Behandlung für Ihre Fehlsichtigkeit ausgewählt wird. Denn davon hängt auch ab, worauf man nach einer Laserbehandlung achten sollte.

In unserem Augenlaserzentrum in Hamburg (AugenCentrum am Rothenbaum) begleiten wir unsere Patienten persönlich durch den gesamten Prozess und beantworten alle aufkommenden Fragen – ob bei der Beratung über den Eingriff oder der Nachsorge.

Unsere erfahrenen Spezialisten der refraktiven Chirurgie führen außerdem regelmäßige Nachuntersuchungen durch, um den Heilungsverlauf zu kontrollieren und etwaigen Komplikationen frühzeitig entgegenzuwirken.

Wir informieren Sie auch umfassend darüber, wie Sie aktiv zu einer erfolgreichen Heilung beitragen können, um sich bald über eine klare Sehkraft und eine stabile Sehschärfe zu freuen.

Lesen Sie mehr über dieses Thema:

Quellen:

  1. https://www.barmer.de/gesundheit-verstehen/leben/gesund-schule-studium-job/trockene-augen-durch-bildschirmarbeit-1056868 ↩︎

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